Unser Ansatz

Die Kunst der HARMONIA

Patin unseres Namens und unserer Arbeitsweise ist die griechische Göttin HARMONIA (betont auf dem "i"), Sinnbild für natürliche Ordnung in Kosmos, Musik und sozialen Beziehungen (Eintracht). Sie überwand Krieg, Chaos, Blockade und Erstarrung, indem sie alle beteiligten Kräfte zwanglos in ein Mit- statt Gegeneinander führte. HARMONIAs Kunst: Sie gestaltet kraftvoll, ohne zu zwingen und zu planen. Einfach, indem sie entlang eines Anliegens navigiert. Ihre besondere Handlungsfähigkeit erreicht sie durch Kooperation und Leichtigkeit statt Kampf und Krampf, durch Verbundenheit statt Trennung, Anliegen statt Zielen, Stimmigkeit statt Schlüssigkeit. Immer dann, wenn die Dinge offen, unvorhersehbar, komplex, widersprüchlich sind. Und das sind sie fast immer, allen modernen Steuer- und Kontrollbemühungen zum Trotz. Aber: offene Prozesse lassen sich nicht beherrschen, nur meistern!

 

  

Anliegenorientierung

Wir haben die Kunst der HARMONIA auf unsere Alltagswelt übertragen und sind dabei auf ein mächtiges Konzept gestoßen: die Anliegenorientierung. Sie führt weg von der Illusion umfassender Steuerbarkeit hin zur Orientierung entlang eines (gemeinsamen) Anliegens. Und ermöglicht gerade dadurch einen ganz anderen Umgang mit großen Herausforderungen wie Unsicherheit, Gegensätzen oder Komplexität. Anliegenorientierung bringt eine neue Orientierung für professionelles Handeln. Denn das Anliegen schaut immer auf beide Aspekte eines Handlungsfeldes gleichzeitig, auf Sache und Mensch, auf Aufgabe und Gestaltungskraft, auf Verbundenheit und Freiheit, auf das, was „anliegt“ und was der Handelnde zu seinem (Herzens-) Anliegen macht. Es behandelt nicht den einen Aspekt als Störung bei der schlüssigen Verfolgung des anderen (und umgekehrt), sondern beide als – wenn auch im Spannungsverhältnis stehende – Kräfte, die es in Stimmigkeit zu bringen gilt. Genau wie das einst HARMONIA machte.


Die Anliegenorientierung ist ein eigenständiger methodischer Ansatz, der die Vorzüge systemischen und klassischen Vorgehens verbindet. Er bezieht alle Ebenen in die Arbeit ein und kann so z.B. auf der Sachebene arbeiten und dabei die Beziehungsebene mitbewegen oder umgekehrt.

Dabei vollzieht der Ansatz einen klaren Perspektivwechsel (Anliegen statt Ziele bzw. Anliegen statt Interessen) und arbeitet mit einer eigenen Methodik (Orientierung durch Stimmigkeit). Das ist ungewohnt, aber nicht fremd. Im Gegenteil, unsere Forschung hat gezeigt, dass wir alle die gedanklichen und emotionalen Grundlagen dafür mitbringen. In der praktischen Anwendung besitzt der anliegenorientierte Ansatz eigene besondere Werkzeuge, passt aber auch gut zu einigen neueren, z.B. agilen und kollaborativen Arbeitsformaten, ja bringt diese noch einmal auf ein anderes Niveau.

Stimmigkeit

Das zweite Element unseres Ansatzes - und mit der Anliegenorientierung auf das Engste verwoben - ist die Stimmigkeit als Handlungsprinzip. Denn erst wenn - ausgerichtet auf das jeweilige Anliegen - alle EInflüsse des Handlungsfelder in Stimmigkeit gebracht werden, sind die Voraussetzungen einer stimmigen Handlung gegeben. Anliegen und Stimmigkeit verhalten sich zueinander ein wenig wie der Grundton und der Akkord in der Musik. Ist der Grundton (Anliegen) nicht klar, bleibt der Akkord unsicher.
 
Das klingt vielleicht kompliziert, ist es aber gar nicht. Vielmehr können wir das - oft sogar intuitiv - in vielen Bereichen unseres Lebens wie selbstverständlich. Diese Selbstverständichkeit gilt es auch wieder für die Bereiche unseres Handelns zu erreichen, in denen uns das aufgrund der vorherrschenden Mindsets unsere Zeit verloren gegangen ist.


Dazu braucht es vor allem dreierlei: der Aufbereitung als Methode, die bewusst eingesetzt und genutzt werden kann, der Bereitschaft, sich darauf einzulassen und menschliche Grundkompetenzen wie Empathie einzusetzen und schließlich: Übung. Aber die gute Nachricht ist: es gibt keine Mindestschwelle, jeder kann auf seinem individuellen Level in seiner höchstpersönlichen Art stimmig handeln.

 

Manifest

Mehr zu unserem Ansatz und seiner Bedeutung für unser Handeln im 21. Jahrhundert allgemein findet sich in unserem HARMONIA Manifest.